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Projekte

Übersicht über aktuell von der EDEN-STIFTUNG geförderte Forschungsvorhaben

Erhalt und Pflege von Obstsorten – Ein norddeutsches Erhaltungsprojekt

Förderzeitraum: 2018 bis 2020
Fördersumme: 7.500 Euro

Die Zeitlupe gUG ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die sich dem Erhalt untergehender Kulturgüter widmet. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wurden mehrere Streuobstwiesen angelegt, die dem Erhalt regionaler und seltener Obstsorten dienen sollen. Aktuell umfasst der Bestand ca. 1.200 Bäume, in der eigenen Baumschule stehen weitere ca. 800 Jungbäume. Das von der EDEN-Stiftung zur Verfügung gestellte Geld soll dazu genutzt werden, eine professionelle, digitale Projektdokumentation aufzubauen und zu pflegen, so dass das Wissens zu alten Obstsorteninnovativ und zeitgemäß erhalten und verbreitet werden kann.
 

 

KiKoMo – Das nachhaltige Kinder-Koch-Mobil

Förderzeitraum: 2019
Fördersumme: 5.000 Euro

Das KinderKochMobil – oder kurz KiKoMo – ist eine Initiative des Karlsruher Vereins Tischlein Deck Dich, der die Wertevermittlung rund ums Essen erlebbar machen will. Die ökologische Produktion von Lebensmitteln und Berücksichtigung von Nachhaltigkeit bei Anbau, Verarbeitung und Verwendung hat dabei einen ebensolchen Stellenwert wie die Vermittlung von vegetarischen Alternativen, die nicht nur gesund, sondern auch kindgerecht und lecker sind.

Das KiKoMo wird an Schulen, Horten und Kitas bei Projekttagen und Schulfesten vorfahren. Ein Team aus erfahrenen Köchen und sozialpädagogischen Mitarbeitern wird dann für jeweils zehn Kinder gleichzeitig Kochkurse und Nachhaltigkeitsunterricht anbieten. Dieses bundesweit einmalige Projekt startet im Januar 2019. Die Ausweitung auf weitere regionale Aktionsgruppen ist geplant.
 

 

Heilen heute, heilen morgen

Förderzeitraum: 2018 bis 2019
Fördersumme: 6.000 Euro

Das Institut für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung (IGVF) an der Universität Witten/Herdecke wird von Prof. Tobias Esch geleitet, einem ausgewiesenen Experten für Glücksforschung und Präventivmedizin. Im Wintersemester 2018/19 richtet er gemeinsam mit Dr. Eckart von Hirschhausen und Studierenden der Universität eine Ringvorlesung zur "Integrativen Gesundheitsversorgung und der Medizin von morgen" aus. Unter dem Motto "Heilen heute – heilen morgen" diskutieren Studierende, Pflegende und Experten über die Medizin der Zukunft, zum Beispiel den Pflegekraftmangel, überflüssige medizinischen Leistungen, den Placeboeffekt oder sprechende Medizin. Die EDEN-STIFTUNG trägt einen beträchtlichen Teil der Kosten.

Zur Auftaktveranstaltung kamen über 400 Zuhörerinnen und Zuhörer aus den verschiedensten Gesundheitsberufen. Die Vorlesung erreicht damit deutlich mehr Personen (bzw. Multiplikatoren) als andere von der EDEN-Stiftung unterstützte Vorhaben.

Website des Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung (IGVF) an der Universität Witten/Herdecke
 

 

Ernährung und sportliche Leistungsfähigkeit

Förderzeitraum: 2018 bis 2019
Fördersumme: 8.000 Euro

Bis heute finden sich fast keine aussagekräftigen wissenschaftlichen Studien zur Bedeutung und Eignung einer vegetarischen oder veganen Ernährung für die sportliche Leistungsfähigkeit. Die bislang vorliegenden Untersuchungen basieren lediglich auf Fragebögen und beinhalteten keine ernährungs- oder sportmedizinische Diagnostik, liegen über 30 Jahre zurück oder umfassten mit acht bis 20 Teilnehmern eine sehr geringe Probandenzahl. Daneben wurde meist nicht zwischen Vegetariern und Veganern differenziert.

Vor diesem Hintergrund befasst sich ein am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Leibniz Universität Hannover durchgeführtes Pilotprojekt mit den Zusammenhängen zwischen Ernährungsweise und sportlicher Leistungsfähigkeit bei regelmäßig trainierenden Ausdauersportlern. In die Untersuchung wurden 81 freiwillige, gesunde Männer und Frauen im Alter von 18 bis 35 Jahren einbezogen, die regelmäßig Ausdauersport betreiben und sich mit einer Mischkost oder lakto-ovo-vegetarisch bzw. vegan ernähren. Im Zuge des hier geförderten Teilprojekts soll die belastungsinduzierte Stresssituation der drei Ernährungsgruppen auf Basis von Parametern des oxidativen Stresses sowie einiger spezifischer Entzündungsmarker analysiert werden.  

Das Pilotprojekt liefert damit erste Daten zur Eignung und Bedeutung einer vegetarischen bzw. veganen Ernährung für die sportliche Leistungsfähigkeit.
 

 

Yoga und Stressbewältigung durch Achtsamkeit bei Spannungs­kopfschmerz

Förderzeitraum: 2018 bis 2019
Fördersumme: 20.000 Euro

Kopfschmerz vom Spannungstyp wird vermutlich durch Stress mitbedingt. Yoga und Stressbewältigung durch Achtsamkeit (Mindfulness-Based Stress Reduction; MBSR) reduzieren Stress und werden in der Kopfschmerzbehandlung eingesetzt. Allerdings spricht die Studienlage nur bei Yoga, nicht jedoch bei MBSR für eine wirksame Reduktion der Kopfschmerzhäufigkeit und -intensität.  Eine vergleichende Untersuchung gibt es allerdings noch nicht.

Die EDEN-Stiftung wird daher eine Studie unter der Leitung von Privatdozent Dr. Holger Cramer an den Kliniken Essen-Mitte unterstützen, die genau diesen Vergleich anstrebt und untersucht, ob Yoga die Kopfschmerzhäufigkeit stärker reduzieren kann als keine spezifische Intervention oder MBSR. Zu diesem Zweck sollen 72 Patienten mit episodischem oder chronischem Kopfschmerz vom Spannungstyp in a) eine Yogagruppe, b) eine MBSR-Gruppe und c) eine Wartegruppe randomisiert werden.
 

 

Mindful Walking bei Patientinnen mit Mamma-Karzinom

Förderzeitraum: 2017 bis 2018
Fördersumme: 20.000 Euro

Brustkrebspatientinnen leiden nach Abschluss ihrer primären Therapie häufig unter zum Teil starken und lang anhaltenden Einschränkungen der Lebensqualität. Walking, also sportliches ausdauerndes Gehen, hat in Studien Effekte auf die Lebensqualität von Krebspatientinnen gezeigt. Daher plant das Institut für Sozialmedizin der Charité in Berlin weitergehende Forschungen, ob zusätzliche Achtsamkeitsübungen diese Effekte noch verstärken können.

Hierzu sollen 60 bis 80 Patientinnen mit Brustkrebs nach Abschluss der primären Therapie (zum Beispiel Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) in zwei Gruppen randomisiert werden. Während die Interventionsgruppe neben der Walkingtherapie auch in Achtsamkeitsübungen trainiert wird, erhält die Kontrollgruppe ausschließlich moderates Walking ohne Achtsamkeitstraining.

Die Ergebnisse der Studie werden erste Hinweise auf die Wirksamkeit von Achtsamkeitsübungen in Kombination mit Walking geben und eine Grundlage für weitere konfirmatorische Studien bilden.

Die EDEN-Stiftung wird etwa die Hälfte der Studienkosten übernehmen.
 

 

Ernährungsökologische Forschung an der Universität Gießen

Förderzeitraum: aktuell von 2016 bis 2018, vorherige Förderungen seit 1994
Fördersumme: 69.000 Euro im laufenden Projekt

Die Ernährungsökologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft über die Wechselwirkungen der Ernährung mit dem einzelnen Menschen, der Umwelt und der Gesellschaft. Anliegen der Ernährungsökologie ist es, realisierbare, zukunftsweisende Ernährungskonzepte zu entwickeln, die sich durch hohe Gesundheitsverträglichkeit, Umweltverträglichkeit und Sozialverträglichkeit auszeichnen. Die Grundkonzepte der Ernährungsökologie wurden in den 1980er-Jahren in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Claus Leitzmann entwickelt, erste Ideen entstammten studentischen Arbeitskreisen an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

Von 2003 bis 2009 hat die EDEN-STIFTUNG die Professur für Ernährungsökologie am Institut für Ernährungswissenschaft der JLU Gießen getragen. Seitdem wird die Arbeitsgruppe durch die Finanzierung einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin unterstützt. Dr. Kaja Schneider leitet die Arbeitsgruppe Ernährungsökologie.

Derzeit forscht die Arbeitsgruppe vor allem zu dem Schwerpunkt Prävention von Adipositas und ernährungsbedingten Erkrankungen.

Website der Arbeitsgruppe Ernährungsökologie
 

 

Integrative Pädiatrie

Förderzeitraum: 2016 bis 2018
Fördersumme: 40.000 Euro

Am Marien-Krankenhaus in Landshut finanziert die EDEN-STIFTUNG eine halbe Stelle für eine wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Integrative Pädiatrie. Dieses Projekt wurde von der Karl und Veronica Carstens-Stiftung initiiert, die wissenschaftliche Koordination liegt beim Lehrstuhl für Naturheilkunde der Universität Duisburg-Essen. Im Rahmen des Projektes soll die Möglichkeit der Implementierung komplementärmedizinischer Verfahren in die pädiatrische Routineversorgung überprüft werden. Zunächst soll der Fokus auf zwei Verfahren gelegt werden, die sowohl als vielversprechende Therapieoptionen für verschiedene Indikationen, als auch als gut vermittlungsfähige Selbsthilfestrategien angesehen werden: Die Fußreflexzonenmassage sowie Yoga-Übungen.

Die Studie zur Fußreflexzonenmassage ist als Pilot- und Machbarkeitsstudie konzipiert. Deshalb werden Patienten mit einer Altersspanne von 0 bis 10 Jahren mit verschiedenen möglichen Indikationen in die Studie eingeschlossen. Ziel ist es, die Effektivität der Intervention acht Wochen nach Klinikentlassung abzuschätzen.

Die Yoga-Studie fokussiert auf chronische Kopfschmerzen im Jugendalter. Es handelt sich um eine vier-armige Studie, in der nicht nur die Kinder an einer Yogaintervention teilnehmen sollen, sondern auch ein Elternteil das Yogaprogramm durchlaufen wird. Untersucht werden soll, ob eine Eltern-Kind-Intervention einen höheren Therapieerfolg verspricht als eine Einzelintervention.

Website der Carstens-Stiftung zum Projekt

 

Studentischer Arbeitskreis Ernährungsökologie

Förderzeitraum: seit 1986
Fördersumme: ca. 1.000 Euro jährlich

Seit vielen Jahren unterstützt die EDEN-STIFTUNG den studentischen Arbeitskreis Ernährungsökologie an der JLU Gießen finanziell. Der Arbeitskreis wurde bereits 1986 gegründet und fußte auf verschiedenen studentischen Initiativen, die sich mit einer ähnlichen Thematik beschäftigten. Mit Hilfe der Unterstützung der EDEN-STIFTUNG organisiert der Arbeitskreis unter anderem eine Vortragsreihe mit angesehenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Thema Ernährung und Nachhaltigkeit.

Im Jahr 2016 hat der Arbeitskreis sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Ein Alter, das nicht viele studentische Initiativen erreichen.

Website des studentischen Arbeitskreises Ernährungsökologie

 

Herbsttagungen der Bäuerlichen Bildung und Kultur gGmbH

Förderzeitraum: seit 2017
Fördersumme: 3.000 Euro jährlich

Die jährlich stattfindenden Herbsttagungen der Bäuerlichen Bildung und Kultur gGmbH führen Auszubildende der Freien Ausbildung zum Landwirt oder Gärtner zusammen. 2017 stand die Tagung unter dem Thema "VergissMEINnlCHt – Wesensgemäß leben und arbeiten in der Landwirtschaft", 2018 wird man sich dem Thema "Auf den Boden gebracht" widmen.

 

Sommerakademie für integrative Medizin

Förderzeitraum: seit 2016
Fördersumme: 1.000 Euro jährlich

Auf der Sommerakademie für Integrative Medizin an der Universität Witten/Herdecke werden in jedem Jahr über eine Woche hinweg Themen der integrativen und komplementären Medizin – oder wie die EDEN-STIFTUNG formulieren würde: der Ganzheitsmedizin – in Vorträgen und praktisch orientierten Workshops vermittelt.

 

Frühlingsakademien des Vereins Medizin und Menschlichkeit

Förderzeitraum: seit 2016
Fördersumme: 3.000 bis 4.000 Euro jährlich

Die jährlichen stattfindenden Frühlingsakademien des Vereins Medizin und Menschlichkeit e.V. richten sich an Studierende und Praktizierende der Medizin, der Psychologie und anderer Heilberufe zwischen 18 und 35 Jahren. Sie bieten einen lebendigen, innovativen und anspruchsvollen Lern- und Erfahrungsraum, in dem die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihren Weg hin zu einer menschlicheren Medizin entwickeln können.