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Projekte

Übersicht über aktuell von der EDEN-STIFTUNG geförderte Forschungsvorhaben

Yoga und Stressbewältigung durch Achtsamkeit bei Spannungs­kopfschmerz

Förderzeitraum: 2018 bis 2019
Fördersumme: 20.000 Euro

Kopfschmerz vom Spannungstyp wird vermutlich durch Stress mitbedingt. Yoga und Stressbewältigung durch Achtsamkeit (Mindfulness-Based Stress Reduction; MBSR) reduzieren Stress und werden in der Kopfschmerzbehandlung eingesetzt. Allerdings spricht die Studienlage nur bei Yoga, nicht jedoch bei MBSR für eine wirksame Reduktion der Kopfschmerzhäufigkeit und -intensität.  Eine vergleichende Untersuchung gibt es allerdings noch nicht.

Die EDEN-Stiftung wird daher eine Studie unter der Leitung von Privatdozent Dr. Holger Cramer an den Kliniken Essen-Mitte unterstützen, die genau diesen Vergleich anstrebt und untersucht, ob Yoga die Kopfschmerzhäufigkeit stärker reduzieren kann als keine spezifische Intervention oder MBSR. Zu diesem Zweck sollen 72 Patienten mit episodischem oder chronischem Kopfschmerz vom Spannungstyp in a) eine Yogagruppe, b) eine MBSR-Gruppe und c) eine Wartegruppe randomisiert werden.
 

 

Mindful Walking bei Patientinnen mit Mamma-Karzinom

Förderzeitraum: 2017 bis 2018
Fördersumme: 20.000 Euro

Brustkrebspatientinnen leiden nach Abschluss ihrer primären Therapie häufig unter zum Teil starken und lang anhaltenden Einschränkungen der Lebensqualität. Walking, also sportliches ausdauerndes Gehen, hat in Studien Effekte auf die Lebensqualität von Krebspatientinnen gezeigt. Daher plant das Institut für Sozialmedizin der Charité in Berlin weitergehende Forschungen, ob zusätzliche Achtsamkeitsübungen diese Effekte noch verstärken können.

Hierzu sollen 60 bis 80 Patientinnen mit Brustkrebs nach Abschluss der primären Therapie (zum Beispiel Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) in zwei Gruppen randomisiert werden. Während die Interventionsgruppe neben der Walkingtherapie auch in Achtsamkeitsübungen trainiert wird, erhält die Kontrollgruppe ausschließlich moderates Walking ohne Achtsamkeitstraining.

Die Ergebnisse der Studie werden erste Hinweise auf die Wirksamkeit von Achtsamkeitsübungen in Kombination mit Walking geben und eine Grundlage für weitere konfirmatorische Studien bilden.

Die EDEN-Stiftung wird etwa die Hälfte der Studienkosten übernehmen.
 

 

Ernährungsökologische Forschung an der Universität Gießen

Förderzeitraum: aktuell von 2016 bis 2018, vorherige Förderungen seit 1994
Fördersumme: 69.000 Euro im laufenden Projekt

Die Ernährungsökologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft über die Wechselwirkungen der Ernährung mit dem einzelnen Menschen, der Umwelt und der Gesellschaft. Anliegen der Ernährungsökologie ist es, realisierbare, zukunftsweisende Ernährungskonzepte zu entwickeln, die sich durch hohe Gesundheitsverträglichkeit, Umweltverträglichkeit und Sozialverträglichkeit auszeichnen. Die Grundkonzepte der Ernährungsökologie wurden in den 1980er-Jahren in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Claus Leitzmann entwickelt, erste Ideen entstammten studentischen Arbeitskreisen an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

Von 2003 bis 2009 hat die EDEN-STIFTUNG die Professur für Ernährungsökologie am Institut für Ernährungswissenschaft der JLU Gießen getragen. Seitdem wird die Arbeitsgruppe durch die Finanzierung einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin unterstützt. Dr. Kaja Schneider leitet die Arbeitsgruppe Ernährungsökologie.

Derzeit forscht die Arbeitsgruppe vor allem zu dem Schwerpunkt Prävention von Adipositas und ernährungsbedingten Erkrankungen.

Website der Arbeitsgruppe Ernährungsökologie
 

 

Integrative Pädiatrie

Förderzeitraum: 2016 bis 2018
Fördersumme: 40.000 Euro

Am Marien-Krankenhaus in Landshut finanziert die EDEN-STIFTUNG eine halbe Stelle für eine wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Integrative Pädiatrie. Dieses Projekt wurde von der Karl und Veronica Carstens-Stiftung initiiert, die wissenschaftliche Koordination liegt beim Lehrstuhl für Naturheilkunde der Universität Duisburg-Essen. Im Rahmen des Projektes soll die Möglichkeit der Implementierung komplementärmedizinischer Verfahren in die pädiatrische Routineversorgung überprüft werden. Zunächst soll der Fokus auf zwei Verfahren gelegt werden, die sowohl als vielversprechende Therapieoptionen für verschiedene Indikationen, als auch als gut vermittlungsfähige Selbsthilfestrategien angesehen werden: Die Fußreflexzonenmassage sowie Yoga-Übungen.

Die Studie zur Fußreflexzonenmassage ist als Pilot- und Machbarkeitsstudie konzipiert. Deshalb werden Patienten mit einer Altersspanne von 0 bis 10 Jahren mit verschiedenen möglichen Indikationen in die Studie eingeschlossen. Ziel ist es, die Effektivität der Intervention acht Wochen nach Klinikentlassung abzuschätzen.

Die Yoga-Studie fokussiert auf chronische Kopfschmerzen im Jugendalter. Es handelt sich um eine vier-armige Studie, in der nicht nur die Kinder an einer Yogaintervention teilnehmen sollen, sondern auch ein Elternteil das Yogaprogramm durchlaufen wird. Untersucht werden soll, ob eine Eltern-Kind-Intervention einen höheren Therapieerfolg verspricht als eine Einzelintervention.

Website der Carstens-Stiftung zum Projekt

 

Studentischer Arbeitskreis Ernährungsökologie

Förderzeitraum: seit 1986
Fördersumme: ca. 1.000 Euro jährlich

Seit vielen Jahren unterstützt die EDEN-STIFTUNG den studentischen Arbeitskreis Ernährungsökologie an der JLU Gießen finanziell. Der Arbeitskreis wurde bereits 1986 gegründet und fußte auf verschiedenen studentischen Initiativen, die sich mit einer ähnlichen Thematik beschäftigten. Mit Hilfe der Unterstützung der EDEN-STIFTUNG organisiert der Arbeitskreis unter anderem eine Vortragsreihe mit angesehenen Wissenschaftler(innen) zum Thema Ernährung und Nachhaltigkeit.

Im Jahr 2016 hat der Arbeitskreis sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Ein Alter, das nicht viele studentische Initiativen erreichen.

Website des studentischen Arbeitskreises Ernährungsökologie

 

Ernährung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (EBNE)

Förderzeitraum: 2016 bis 2017
Fördersumme: 40.000 Euro

Die EDEN-Stiftung hat 2016 die Anschubfinanzierung des Projekts "Ernährung und Bildung für nachhaltige Entwicklung" (EBNE) übernommen. Das Projekt wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung gemeinsam entwickelt und beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beantragt. Leider hat dieses die Förderung mittlerweile abgelehnt.

Das übergeordnete Ziel des Projekts war definiert als "Umfassende Ernährungsbildung zur Förderung der Transformation zu einer global nachhaltigen Gesellschaft". Es wollte die sehr unterschiedlichen Akteursgruppen in den Bereichen Ernährungswissenschaft, Umweltbildung und Entwicklungspolitik stärker miteinander vernetzen und deren jeweilige Potenziale fördern. Hierzu sollten spezifische Fortbildungen durchgeführt und "Bildungsstandards" erarbeitet werden, die in die Curricula der jeweiligen Bildungsbereiche einfließen sollen.

Die EDEN-Stiftung nimmt die erfolgreichen Vorarbeiten erfreut zur Kenntnis und wird das Projekt und insbesondere die Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung noch bis Ende 2017 unterstützten. Mit diesen Geldern können die Vorarbeiten abgeschlossen und neue Projektideen entwickelt werden.

Website der Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung

Die Auswirkungen des Ernährungsverhaltens und -systems werden in den Dimensionen Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur aufgezeigt – regional, national und weltweit.

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Videotrailer: Nachhaltigkeit in der Ernährung